Ist eine Kataraktoperation mit Laser wichtig?
Autorin: Doz. Dr. Elif Ceren Yeşilkaya, Fachärztin für Augenheilkunde, Hornhaut- und refraktive Chirurgie
Veröffentlicht: · Zuletzt aktualisiert: · 4 Min.
Dieser Artikel wurde aus dem türkischen Original übersetzt.
Die Katarakt ist eine häufige Augenerkrankung, bei der die Augenlinse ihre Transparenz verliert und dadurch verschwommenes Sehen verursacht. Die Behandlung erfolgt operativ. Neben der herkömmlichen Methode werden heute auch laserassistierte Kataraktoperationen durchgeführt. Doch ist es wirklich wichtig, eine Kataraktoperation mit Laser durchführen zu lassen?
Welchen Teil der Operation übernimmt der Laser?
Bei einer „Kataraktoperation mit Laser“ denken viele Menschen, dass die gesamte Operation mit dem Laser durchgeführt wird. Tatsächlich übernimmt der Femtosekundenlaser nur die vorbereitenden Schritte:
- Er legt die kleinen Zugangsschnitte in der Hornhaut an.
- Er erzeugt eine kreisrunde Öffnung im vorderen Teil der Linsenkapsel, die die Linse umgibt.
- Er zerteilt die getrübte Linse in kleine Stücke.
Die getrübte Linse wird weiterhin mithilfe von Ultraschallenergie (Phakoemulsifikation) entfernt. Anschließend wird eine künstliche Intraokularlinse durch denselben kleinen Schnitt eingesetzt. Bei der klassischen Methode führt der Operateur diese vorbereitenden Schritte mit chirurgischen Handinstrumenten durch.
Worin besteht der Unterschied zur klassischen Methode?
Der wesentliche Unterschied beim Lasereinsatz besteht darin, dass die Schnitte und die Kapselöffnung computergesteuert geplant werden. Die Zentrierung und der Durchmesser der Kapselöffnung sind für die langfristig stabile Position der Intraokularlinse wichtig. Durch die vorherige Zerteilung der Linse mit dem Laser kann bei manchen Augen weniger Ultraschallenergie erforderlich sein.
Das Sehergebnis hängt jedoch vor allem von anderen Faktoren ab: der Genauigkeit der biometrischen Messungen, der richtigen Linsenauswahl und den individuellen Gegebenheiten des Auges. Auch eine von einem erfahrenen Operateur durchgeführte Operation mit der klassischen Methode ist eine sichere und erfolgreiche Behandlungsoption. Der Laser ist der klassischen Methode nicht bei jedem Patienten überlegen.
Für wen kommt das Verfahren infrage?
In bestimmten Situationen kann der Einsatz des Lasers bevorzugt werden:
- Bei stark verhärteten Katarakten
- Bei einer grenzwertigen Endothelzellzahl an der Hornhautinnenseite
- Bei Augen, in die Multifokal-, Trifokal- oder EDOF-Linsen eingesetzt werden sollen
Wenn sich die Pupille nicht ausreichend erweitert, die Transparenz der Hornhaut vermindert ist oder der Kopf während des Eingriffs nicht ruhig gehalten werden kann, ist der Lasereinsatz möglicherweise nicht durchführbar.
Wie wird die Entscheidung getroffen?
Ob der Laser bei Ihrem Auge einen Unterschied machen kann, lässt sich durch eine Untersuchung und Messungen beurteilen. Biometrie, Hornhauttopografie und die Zählung der Endothelzellen an der Hornhautinnenseite helfen bei dieser Entscheidung. Informationen zu den einzelnen Schritten der Kataraktoperation finden Sie auf der Seite Kataraktchirurgie, zu den Linsenoptionen auf der Seite Intraokularlinsen: Multifokal, Trifokal und EDOF.
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